13.04.2021 – Järvselja 100

Von | 10/04/2021

Järveselja ist das Bildungs- und Wissenschaftszentrum der estnischen Forstwissenschaft sowie ein Ort, wo vor fast einem Jahrhundert das erste Waldschutzgebiet Estlands geschaffen wurde: der Naturschutzbereich Järvselja. Heute ist das Gebiet auch als Ur- und Altwald bekannt. Darüber hinaus sind in den Wäldern von Järvselja mehrere kulturgeschichtliche und Waldversuchsobjekte sowie zahlreiche Naturschätze erhalten geblieben. Eines der Symbole Järvseljas ist die majestätische Königskiefer (estn. Kuningamänd), die so alt ist wie die Universität Tartu.
Heute muss die Gegend von Järvselja Menschen, die im forstwissenschaftlichen Bereich tätig sind, und vielen Naturenthusiasten nicht näher vorgestellt werden. Järvselja als Wald ist einer der meisterforschten Orte der Welt und ein sehr wichtiges Versuchs- und Studienzentrum sowohl für Wissenschaftler als auch Studenten mehrerer Universitäten und beheimatet zahlreiche exotische Baumarten sowie mehrere in Estland beheimatete Bäume, die ihre eigenen Artgenossen überragen. Die erste Pflanzenzucht für den Anbau von Waldbäumen wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Järvselja errichtet. Der heutige artenreiche Pflanzengarten von Järvselja hat Setzlinge für die Anpflanzung im Wald und zur Verschönerung des eigenen Gartens im Angebot.
Am 13. April 1921 übergab die Regierung der Republik Estland das damalige Waldgebiet Kastre-Peravalla bzw. die Wälder von Järvselja auf unbestimmte Zeit an die Fakultät für Forstwissenschaft der Universität Tartu. Somit wurde der Lehrforstbezirk der Universität Tartu geschaffen.
Dieses Jahr feiert der Lehr- und Versuchsforstbezirk Järvselja der Estnischen Universität der Umweltwissenschaften als wichtige nationale und internationale forstwissenschaftliche Lern- und Lehreinrichtung ihr 100-jähriges Bestehen.

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