03.03.2020 – 100 Jahre Staatsarchiv

By | 27/02/2020

Am 3. März 2020 sind auf den Tag einhundert Jahre vergangen, an dem sieben Männer mit dem Aufbau eines staatlichen Archiviersystems, d. h. mit der Dokumentierung unseres historischen schriftlichen Erbes als einheitliches System begannen. Auf Initiative der am 3. März 1920 zu Rate gezogenen Archivkommission wurden das Staatliche Zentralarchiv in Tartu als Aufbewahrungsstelle für die Dokumente geschichtlich relevanter Institutionen sowie das Staatsarchiv in Tallinn als Verwaltung der Dokumente aktiver Institutionen geschaffen. Was von der Archivkomission initiiert wurde, kann als erster Schritt zum Anbieten umfassender Lösungen für das Sammeln, das Bewahren und die Nutzungsmöglichkeiten von Archivalien sowie bei der Schaffung einer vertrauenswürdigen Beziehung zwischen den Institutionen und den Archiven verstanden werden. Das heutige Nationalarchiv ist aus zwei früheren Archiven entstanden und trägt dabei die vor einhundert Jahren geäußerte Idee eines landesweiten Archivs weiter, deren Umsetzung mit dem Archivgesetz von 1998 zur Realität wurde. Die Sammlungen des Nationalarchivs umfassen fast 10 Millionen einzigartige Archivalien aus der Zeit vom 13. Jahrhundert bis zur Moderne, ob auf Papier oder digital, als Text, Foto, Landkarte, Ton oder Film, sowohl für Experten als auch für Amateure, sowohl im Inland als auch weltweit.

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