Die Marienkirche zu Tartu (dt. Dorpat) wurde am 11. Januar 1842 geweiht. Die Kirche wurde zu einem Zentrum des geistigen Lebens der damaligen Stadt Tartu, zu den Gemeindemitgliedern zählten solche wichtigen Persönlichkeiten wie Johann Voldemar Jannsen, Miina Härma und andere.
Am 17. Juni 1869 (nach dem alten Kalender) erfolgte hier die Hauptprobe der vereinigten Chöre des I. Allgemeinen Sängerfestes und am nächsten Tag wurde das I. Sängerfest mit Posaunenklängen vom Turm dieser Kirche eröffnet. Deshalb wird die Marienkirche zu Tartu als Wiege der Sängerfeste bezeichnet.
Die Marienkirche zu Tartu wurde im Zweiten Weltkrieg am 12. Juli 1941 als Folge der von den sich zurückziehenden Rotarmisten geworfenen Brandsätze zerstört. 1961 wurde das Gebäude der Kirche als Sporthalle der Estnischen Landwirtschaftsakademie wiedereröffnet, dort haben bis zum Jahr 2009 Tausende Einwohner der Stadt Tartu Sport getrieben.
Die Marienkirche zu Tartu wird nun wieder aufgebaut, im Moment erfolgen die Arbeiten, um die 1956 abgerissenen Türme wieder zu errichten.
