Vambola Hurt

WARNUNG FUR "DRUCKPROBEN"!

(Eesti Filatelist #32, 1988)

Am Anfang der sechsziger Jahren, gleich vor dem Erscheinen des Eichenthal-Katalogs, wurden negative und positive Einzel-und Streifenabzüge der Ausgaben nach 1936 bekannt, sie sind auch als Druckproben angeboten worden. Da die Abzüge offenbar mit echten Druckplatten gedruckt waren, wurden sie leider auch in dem Katalog eingeführt. Bald wurde es offenbar, dass man nicht mit Druckproben zu tun hatte. Die druckabzüge waren nach dem Kriege mit Streifenplatten hergestellt, die im Kriege während des Grossfeuers in der Staatsdruckerei auf Abwegen geraten waren.

Die ersten Abzüge sind in einer Druckerei hergestellt worden und waren qualitativ gut gelungen. Mit denselben Platten wurden später neue Abzüge verfertigt. Da die technischen Hilfsmittel einer Druckerei nicht länger zu Verfügung standen, sind diese Produkte von erheblich schlechter Qualität. Die Abzüge wurden ziemlich teuer angeboten.

In dem Handbuch Estland sind die Abzüge als Fälschungen angegeben worden, aber offenbar nicht genügend deutlich und immer noch werden diese Abzüge als Druckproben versteigert.

Wir wollen unsere Freunde in der Philatelie warnen: diese Produkte müssen als Fälschungen angesehen werden und können nur in einer Sammlung der Fälschungen zuhause sein.

Eichenthal hat folgende Abzüge angegeben: Narva-Fälle 1 Kr und Hafen von Tallinn 2 Kr auf rotem, blauem oder schwarzem Papier. Päts 3, 4, 15, 18, 25 und 30 auf weissem Papier in verschiedenen Farben, so auch die Estnische Gelehrten Gesellschaft 25, Pärnu 5 und 13, Brieftaube 3, 15 und 30.