23.08.2018 – Estnische Pilze. Frühjahrs-Giftlorchel

By | 16/08/2018

Die Frühjahrs-Giftlorchel (Gyromitra esculenta) ist in Estland eines der üblichsten Frühlingspilze und kommt in sandigen Kiefernwäldern sehr häufig vor. Die Frühjahrs-Giftlorchel hat einen Hut mit einer unregelmäßig gewundenen runden Form mit Falten und erinnert an das menschliche Gehirn. Im rohen Zustand ist der Pilz sehr giftig, wenn aber abgekocht und das Kochwasser weggegossen, ist er ein guter Speisepilz. Wenn die Pilze ohne Deckel in einem Topf gekocht werden oder ohne Deckel auf der Pfanne gebraten werden, verfliegen die giftigen Substanzen, was in einer Mikrowelle jedoch nicht passiert. Die Pilze können nur in einem gut belüfteten Raum mit offenen Fenstern gekocht werden, denn auch die dabei entstehenden Dämpfe sind schädlich. Das Koch- und Spülwasser muss unbedingt weggegossen werden, es darf weder getrunken noch bei der Zubereitung des Essens verwendet werden.
Das Essen von nicht abgekochten Pilzen führt zu Gyromitrinvergiftung, die tödlich sein kann, die Leber, das Zentralnervensystem und manchmal auch Nieren schädigt. Die Symptome sind Erbrechen und Durchfall, später Übelkeit, Lethargie und Kopfschmerzen.

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