20.02.2019 – Vello Agori (Gori) 125

By | 15/02/2019

Vello Agori, mit Künstlernamen Gori (20.02.1894 Pärnu – 7.10.1944 Tallinn) war einer der populärsten Karikaturisten seiner Zeit. Seine Ausbildung begann er im Pärnuer Gymnasium, setzte sie an der Pärnuer Stadtschule fort und begann schon während der Schulzeit seine Studien bei dem Künstler Rudolf Lepik. 1913 zog er nach Tallinn und begann für verschiedene Publikationen zu arbeiten: „Leek“, „Sipelgas“, „Meie Mats“, „Odamees“. In den Jahren von 1920 bis 1938 arbeitete er für die Zeitung „Waba Maa“. Die für den Künstler charakteristische Bildsatire bildete sich während des Ersten Weltkriegs heraus und erfasste alle Seiten des gesellschaftlichen Lebens. Durch seine Karikaturen zog sich eine tiefe Verachtung gegenüber den ungebildeten, dumpfen und gierigen Neureichen. 1928 erschien Goris Buch „Knock out“, das bereits in kürzester Zeit ausverkauft war. Der Beginn des sogenannten „schweigenden Zeitalters“ 1934 setzte Goris freier Tätigkeit ein Ende. 1941 wurde er von den Sowjets verhaftet und dazu gezwungen, Karikaturen gegen die Unabhängigkeit Estlands und gegen estnische Politiker zu zeichnen. Zu Beginn der deutschen Besatzung saß Gori sogar zweimal im Gefängnis und musste Karikaturen gegen die Sowjetunion und Josef Stalin zeichnen.
Gori schuf im Laufe seines Lebens ungefähr 40000 Zeichnungen.

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