03.05.2018 – EUROPA. Die Steinbrücke und die Bogenbrücke in Tartu

By | 30/04/2018

Die Steinbrücke in Tartu, die 1784 – 1941 an der Stelle der jetzigen Bogenbrücke stand, war eine dreiteilige Bogenbrücke. Eines der Symbole der Altstadt der Universitätsstadt Tartu vertrat das hohe Niveau der klassizistischen Steinarchitektur des 18. Jahrhunderts. Der Bau der Steinbrücke über den Emajõgi in Tartu wurde 1776 begonnen, nachdem im Jahr 1775 eine riesige Feuerbrunst Tartu heimgesucht hatte. Die Brücke wurde nach dem Projekt des livländischen Provinzmeisters J. Carl Siegfrieden und unter der Leitung des Baumeisters Johann Zaklowsky gebaut. Der mittlere Teil der Brücke wurde aus Holz gebaut und konnte gehoben werden, um den Schiffsverkehr auf dem Emajõgi zu ermöglichen. Die Breite des Fahrwegs der Steinbrücke zwischen zwei Torbögen betrug 5,6 m und die Gehwege auf beiden Seiten des Fahrwegs waren 1,4 m breit. Die Steinbrücke bildete zusammen mit dem Rathaus eines der schönsten Architekturensembles Estlands, welches 157 Jahre erhalten blieb. Der östliche Teil der Brücke wurde am Morgen des 9. Juli 1941 von der sich zurückziehenden sowjetischen Armee zerstört, den erhaltenen westlichen Teil der Bogenbrücke zerstörte die sich zurückziehende deutsche Armee im Jahr 1944.

Die für Fußgänger gedachte Bogenbrücke wurde in den Jahren 1957 – 1959 an der Stelle der vormaligen Steinbrücke auf das Fundament ihrer Ufersäulen gebaut. Der Architekt der Brücke ist Peeter Varep. Die Bogenbrücke hat einen einteiligen Bogen und besteht aus abgerundetem starrem Stahlbeton. Die Brücke hat zwei Gehsteige, beide sind 2,25 m breit. Die Länge des Bogens beträgt 57,4 m, die Breite des Bogens beträgt 1 m, die Höhe 8m.

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